Nach dem Flop des Reboots und der Schließung von Volition keimte kurz Hoffnung auf ein Comeback von Saints Row. Doch nun erklärt Ex-Design Director Chris Stockman das Franchise für „leider tot“ - und erhebt schwere Vorwürfe gegen Embracer.
Nach dem Flop des Reboots und der Schließung von Volition keimte kurz Hoffnung auf ein Comeback von Saints Row. Doch nun erklärt Ex-Design Director Chris Stockman das Franchise für „leider tot“ - und erhebt schwere Vorwürfe gegen Embracer.
Als Saints Row 2006 erstmals erschien, etablierte sich die Reihe schnell als ernstzunehmende Open-World-Alternative im Gangster-Genre. Doch mit jeder weiteren Veröffentlichung entfernte sich das Franchise zunehmend von seinem ursprünglichen Ton. Der Humor wurde schriller, die Inszenierung überdrehter und viele Fans empfanden die Serie irgendwann als Karikatur ihrer selbst.
Spätestens das Reboot von 2022 markierte für viele den Tiefpunkt. Die Neuauflage fiel sowohl bei der Community als auch in Kritiken durch - mit drastischen Folgen: Das traditionsreiche Studio Volition wurde geschlossen. Danach herrschte Funkstille rund um die Marke.
Ende 2025 meldete sich überraschend ein alter Bekannter zu Wort: Chris Stockman, früher maßgeblich am Erfolg der Serie beteiligt. In einem Reddit-Beitrag ließ er durchblicken, dass er von der Embracer Group kontaktiert worden sei, um ein neues Konzept für Saints Row auszuarbeiten.
Damals schrieb er optimistisch:
„Leute, ich habe hoffnungsvolle Neuigkeiten. Ich wurde gebeten, ein Pitch-Konzept für ein Saints Row-Reboot zu erstellen. Ich kann nicht mehr sagen als das, aber meine Träume für dieses Spiel sind gerade ein Stück weit mehr als nur Träume geworden.“
Die Aussicht auf eine kreative Rückbesinnung ließ viele Fans aufhorchen. Doch die Euphorie hielt nicht lange.
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Wie unter anderem VGC berichtete, klang Stockman in einem späteren Discord-Austausch deutlich ernüchterter. Auf die Bemerkung eines Fans, das letzte „echte“ Saints Row liege bereits viele Jahre zurück, reagierte er mit einer bitteren Einschätzung.
Seine Worte fielen deutlich aus:
„Ja, und ehrlich gesagt glaube ich, dass das Franchise leider tot ist. Ich habe das Gefühl, dass Embracer absolut keine Fähigkeit besitzt, irgendetwas damit anzufangen. Ich wünschte, die Dinge lägen anders. Ich habe mein Bestes gegeben, um einen Weg nach vorne aufzuzeigen, aber sie haben mich einfach geghostet.“
Damit scheint klar: Sein Konzept wurde nicht weiterverfolgt - eine Rückmeldung habe es offenbar nicht einmal gegeben.
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Besonders bitter: Stockman hatte konkrete Pläne für eine kreative Neuausrichtung. Sein Ansatz sah vor, Saints Row wieder stärker zu erden und stilistisch in die 1970er Jahre zu verlegen. Statt greller Überzeichnung sollte ein düsteres Gangster-Epos entstehen, das die Ursprünge der titelgebenden Straßengang beleuchtet.
Er zeigte sich sogar bereit, externe Investoren zu organisieren, um das Projekt unabhängig von interner Finanzierung umzusetzen:
„Ich könnte dieses Franchise mit einem anständigen Budget wieder herumreißen. Sie müssten es nicht einmal selbst finanzieren. Ich könnte externe Geldgeber finden. Ich weiß, dass ich das könnte.“
Doch nach aktuellem Stand scheint die Embracer Group keinerlei Interesse an einer Wiederbelebung der Marke zu haben. Der gescheiterte Pitch eines Serienveteranen könnte damit das endgültige Aus für Saints Row besiegeln.
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