Nach einer Bombendrohung gegen Ubisoft Montpellier mussten und 500 Mitarbeitende das Gebäude verlassen, Spezialkräfte fanden jedoch nichts. Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Bedrohungen gegen große Entwickler ein.
Nach einer Bombendrohung gegen Ubisoft Montpellier mussten und 500 Mitarbeitende das Gebäude verlassen, Spezialkräfte fanden jedoch nichts. Der Vorfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Bedrohungen gegen große Entwickler ein.
Am 19. Februar kam es in Frankreich zu einem Großeinsatz rund um das Studio von Ubisoft Montpellier, bekannt unter anderem für die Arbeit an der Rayman-Reihe. Eine E-Mail an die staatliche Polizei behauptete, ein Sprengsatz befinde sich im oder nahe dem Gebäude.
Daraufhin rückten Einsatzkräfte an, sperrten das Gelände weiträumig ab und evakuierten nahezu 500 Mitarbeitende aus dem Studio sowie mehrere Hundert Personen aus umliegenden Gebäuden. Sprengstoffexpert*innen und Feuerwehr durchsuchten die Räumlichkeiten gründlich - ein explosives Gerät wurde jedoch nicht gefunden.
🟣 Ubisoft Montpellier recibió una alerta de bomba que obligó a evacuar a cerca de 800 personas.
— Movistar eSports (@MovistareSports) February 20, 2026
Un correo anónimo alertó de un explosivo en el estudio, lo que provocó el desalojo de 500 empleados y trabajadores de empresas cercanas.
Tras el registro completo del edificio, no… pic.twitter.com/sNEKWmAv2r
Laut einem Sprecher gegenüber GameSpot konnten die Angestellten inzwischen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Ob hinter der Drohung eine weiterhin bestehende Gefahr steckt oder es sich um eine klassische „Swatting“-Aktion handelte, ist bislang unklar.
Der Vorfall weckt Erinnerungen an das Jahr 2020, als bei Ubisoft Montreal Berichte über eine angebliche Geiselnahme eingingen. Auch damals stellte sich alles als Falschmeldung heraus - doch die Angst und Anspannung im Studio waren real.
Der damals Beschuldigte wurde später zu drei Jahren gemeinnütziger Arbeit sowie verpflichtender psychologischer Betreuung verurteilt. Solche Taten zeigen, dass selbst vermeintliche „Scherze“ massive Konsequenzen nach sich ziehen können.
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Leider ist Ubisoft nicht allein betroffen. Auch Unternehmen wie Nintendo, Capcom oder Insomniac Games mussten bereits Drohungen gegen Studios oder einzelne Entwickler*innen hinnehmen.
Die Gründe wirken mitunter banal: ausgebliebene Updates, Designentscheidungen oder enttäuschte Erwartungen. Besonders drastisch traf es Schauspielerin Laura Bailey, die nach ihrer Rolle als Abby in The Last of Us Part II Morddrohungen erhielt.
Die relative Anonymität im Internet senkt bei manchen offenbar die Hemmschwelle. Veranstaltungen mussten abgesagt, Sicherheitsmaßnahmen verschärft werden. 2024 kam es sogar zu einer Festnahme, nachdem Nintendo ein Live-Event aus Sicherheitsgründen gestrichen hatte.
Nicht nur Studios, auch Streamer*innen und Privatpersonen werden immer wieder Opfer sogenannter Swatting-Angriffe - also falscher Notrufe, die einen massiven Polizeieinsatz auslösen. In einigen Fällen wurden Livestreams abrupt durch schwer bewaffnete Einsatzkräfte unterbrochen.
Die psychischen Folgen reichen bis hin zu posttraumatischen Belastungsstörungen. In besonders tragischen Fällen kam es sogar zu tödlichen Zwischenfällen. In einem bekannten Fall wurde eine unbeteiligte Person durch einen Polizeieinsatz getötet; der Täter wurde später zu 20 Jahren Haft verurteilt.
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Ob die französischen Behörden die Person hinter der Bombendrohung gegen Ubisoft Montpellier identifizieren können, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Solche Vorfälle erschüttern nicht nur einzelne Studios, sondern werfen ein Schlaglicht auf ein strukturelles Problem innerhalb der Gaming-Community.
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