Vom Hoffnungsträger zum Totalabsturz: Highguard verliert binnen Wochen seine Spielerbasis, die Server gehen offline und Entwickler Wildlight Entertainment steht offenbar vor dem Aus. Selbst Rückerstattungen laufen bereits.
Vom Hoffnungsträger zum Totalabsturz: Highguard verliert binnen Wochen seine Spielerbasis, die Server gehen offline und Entwickler Wildlight Entertainment steht offenbar vor dem Aus. Selbst Rückerstattungen laufen bereits.
Mit viel Vorschusslorbeeren gestartet, sollte Highguard das nächste große Ding im Hero-Shooter-Segment werden. Hinter dem Projekt standen erfahrene Entwickler mit Vergangenheit bei Apex Legends und Titanfall - entsprechend hoch waren die Erwartungen.
Der Start verlief zunächst vielversprechend, doch nur kurze Zeit später folgte der Einbruch. Die Spielerzahlen sackten rapide ab, wichtige Einnahmen blieben aus - und schließlich zog sich auch Großinvestor Tencent zurück. Eine Entwicklung, die das Schicksal des Spiels praktisch besiegelte.
Nur anderthalb Monate nach Veröffentlichung kam es zum drastischen Schritt: Die Server von Highguard wurden vollständig abgeschaltet. Damit ist der Titel faktisch Geschichte - ein extrem seltenes Szenario in dieser Geschwindigkeit, selbst für gescheiterte Live-Service-Spiele.
Bereits zuvor war es zu Entlassungen gekommen. Nun deutet alles darauf hin, dass nicht nur das Spiel, sondern auch das verantwortliche Studio Wildlight Entertainment vor dem endgültigen Aus steht.
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Ein Berichst von Mp1st zeichnet ein düsteres Bild: Die offizielle Webseite von Wildlight Entertainment ist nicht mehr erreichbar und liefert nur noch eine Fehlermeldung. Auch die Präsenz auf beruflichen Netzwerken wurde gelöscht.
Zahlreiche ehemalige Mitarbeiter*innen haben inzwischen ihre Profile aktualisiert und sind aktiv auf Jobsuche. Parallel dazu endet offenbar auch die Tätigkeit von Studioleiter Chad Grenier, der sich seit der Abschaltung nicht mehr öffentlich geäußert hat.
All das spricht stark dafür, dass sich das Studio bereits in der finalen Abwicklung befindet.
Während sich die Lage rund um Entwickler*innen und Spiel weiter zuspitzt, gibt es zumindest für einen Teil der Spielerschaft positive Nachrichten. Nutzer auf der PlayStation 5 erhalten aktuell ihr Geld für Ingame-Käufe zurück.
Bemerkenswert dabei: Die Rückerstattungen erfolgen automatisch über den PlayStation Store - ohne Antrag. Ein ungewöhnlicher Schritt, da Rückgaben dort normalerweise streng reguliert sind.
Spieler auf anderen Plattformen haben bislang weniger Glück. Weder Valve noch Microsoft haben vergleichbare Maßnahmen angekündigt. Betroffene müssen sich hier eigenständig an den Support wenden.
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Der Fall Highguard zeigt einmal mehr, wie riskant das Live-Service-Geschäft selbst für erfahrene Entwickler*innen sein kann. Trotz starker Namen im Hintergrund und solider Startphase reichten wenige Wochen aus, um das gesamte Projekt zum Einsturz zu bringen.
Für die Branche dürfte dieses Beispiel ein weiteres Warnsignal sein und für Spieler*innen bleibt die Frage, wie nachhaltig solche Projekte künftig wirklich sind.
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