Trotz eines Metascores von 98 blickt Rockstar Games-Veteran Obbe Vermeij kritisch auf GTA 4 zurück. Der technische Direktor erklärt, warum Atmosphäre und Story glänzten, das Gameplay für ihn aber zu viele Kompromisse machte.
Trotz eines Metascores von 98 blickt Rockstar Games-Veteran Obbe Vermeij kritisch auf GTA 4 zurück. Der technische Direktor erklärt, warum Atmosphäre und Story glänzten, das Gameplay für ihn aber zu viele Kompromisse machte.
Mit Grand Theft Auto IV setzte Rockstar Games im April 2008 neue Maßstäbe für moderne Open Worlds. Der Titel erreichte einen Metascore von 98 und prägte mit seiner ernsten Tonalität sowie der Geschichte um Niko Bellic zahlreiche nachfolgende Genrevertreter. Trotz dieses Erfolgs fiel die interne Bewertung nicht bei allen Beteiligten uneingeschränkt positiv aus.
In einem Interview mit Gameshub erklärte Obbe Vermeij, der als technischer Direktor maßgeblich an GTA 4 beteiligt war, dass er dem Spiel zum Veröffentlichungszeitpunkt kritisch gegenüberstand.
Der Grund: Beim Wechsel zum ersten HD-Ableger der Reihe seien laut Vermeij zu viele Zugeständnisse nötig gewesen. Besonders im spielerischen Bereich habe man Opfer gebracht, die seinen persönlichen Eindruck vom Spiel nachhaltig trübten - sowohl direkt zum Release als auch in den Monaten danach.
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Trotz aller Kritik hob Vermeij klare Stärken hervor. Vor allem die Stimmung der Spielwelt und der Protagonist seien außergewöhnlich gelungen.
„Eigentlich mochte ich GTA 4 damals nicht besonders, als ich es durchgespielt habe“, erklärte der langjährige Entwickler.
„Ja, es hat zwar Atmosphäre, und ich finde, Niko Bellic ist wahrscheinlich der beste und am tiefsten ausgearbeitete GTA-Charakter überhaupt. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir dafür sehr viel in Bezug auf das Gameplay opfern mussten.“
Als besonders problematisch empfand Vermeij die geringe Missionsvielfalt, die für ihn einen deutlichen Rückschritt darstellte.
Vermeij konkretisierte seine Kritik mit einem Blick auf die Missionsstruktur:
„Man konnte entweder diesem Auto folgen oder dieses Gelände ausräuchern. Oder man folgt dem Auto mit einem Zeitlimit oder man ermordet diese Figur. Manchmal war es auch eine Mischung aus all dem. Aber das war’s.“
Gerade im Vergleich zu älteren Serienteilen habe ihm der Überraschungsfaktor gefehlt.
„In den Spielen davor gab es verrückte Missionen wie einem Zug zu folgen oder mit einem Flugzeug loszufliegen, um Flugblätter abzuwerfen. Man wusste einfach nie, was einen erwartet.“
Abschließend ordnete er die Entwicklung der Reihe ein:
„Ich hatte das Gefühl, dass wir in GTA 4 ein bisschen zu viel von diesem Gameplay verloren haben. Ehrlich gesagt glaube ich auch, dass Rockstar das so gesehen hat, denn GTA 5 und seine Charaktere sind etwas cartoonhafter und extremer. Außerdem finde ich, dass die Missionen in GTA 5 deutlich abwechslungsreicher sind.“
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Unbestätigten Berichten zufolge soll Rockstar Games aktuell an einer Neuauflage von GTA 4 arbeiten. Offizielle Informationen oder ein möglicher Erscheinungstermin stehen bislang allerdings noch aus.
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