Ein öffentlicher Austausch zwischen Thomas Mahler und Mike Ybarra sorgt für Diskussionen. Der Creative Director von No Rest for the Wicked wirft der früheren Diablo-Führung Versagen, MTX-Gier und den Verlust von Franchise-Werten vor.
Ein öffentlicher Austausch zwischen Thomas Mahler und Mike Ybarra sorgt für Diskussionen. Der Creative Director von No Rest for the Wicked wirft der früheren Diablo-Führung Versagen, MTX-Gier und den Verlust von Franchise-Werten vor.
Ausgangspunkt der Diskussion war ein öffentlicher Aufruf von Thomas Mahler, Creative Director von No Rest for the Wicked, der sich gezielt an Streamer richtete. Mahler ermutigte sie, sein Spiel auszuprobieren, um ihr Können unter Beweis zu stellen.
Dabei stellte er die präzise Kampfmechanik, den bewussten Verzicht auf Carry-Builds sowie Spam-Gameplay in den Vordergrund und verwies auf die laufende Koop-Beta und einen aktuellen Rabatt auf Steam.
Thomas Mahler erklärte dazu:
„Hey Streamer! Wir alle wissen, dass jeder in Diablo 4 oder PoE2 gut aussehen kann. Wollt ihr eurem Publikum wirklich beweisen, dass ihr etwas könnt? Probier No Rest for the Wicked!“
Hey streamers!
— thomasmahler (@thomasmahler) December 30, 2025
We all know anyone can look good in Diablo 4 or PoE2.
Do you really want to show your audience you’ve got skill?
Try No Rest for the Wicked.
Precision combat. No carry builds. No spam.
Co-Op Beta’s live now, 30% off on Steam.
Time to stop being a casual. Let’s…
Die Aussage blieb nicht unbeantwortet. Mike Ybarra, ehemaliger Chef der Diablo-Reihe, meldete sich zu Wort und kritisierte den Vergleich mit anderen Spielen. Er betonte, dass es nicht hilfreich sei, fremde Titel abzuwerten, um das eigene Projekt zu bewerben. Ein Spiel müsse für sich selbst stehen.
Gleichzeitig kündigte Ybarra an, No Rest for the Wicked erneut spielen zu wollen, um sich selbst ein aktuelles Bild vom Entwicklungsstand zu machen.
Putting down other games for your own games sake doesn’t really work. Let your game stand on its own two feet.
— Mike Ybarra (@Qwik) December 31, 2025
I haven’t played in a while, excited to fire it up and check out the progress.
Daraufhin verschärfte Thomas Mahler den Ton deutlich und richtete seine Kritik direkt an Ybarras frühere Rolle bei Diablo. Er warf ihm vor, der traditionsreichen Marke nicht mit dem nötigen Respekt begegnet zu sein, und verwies auf die historische Bedeutung von Diablo 2 als Meilenstein westlicher Spieleentwicklung.
Besonders scharf fiel seine Kritik an der Monetarisierungsstrategie von Diablo IV aus.
Mike, real talk: You were put in charge of Diablo and you didn't treat it with the respect it deserved.
— thomasmahler (@thomasmahler) December 31, 2025
Diablo used to mean something. Diablo 2 was an utter masterpiece and showed the whole world what western developers could do.
You OK'd turning Diablo into a MTX slot machine… https://t.co/kudZeyHi3n pic.twitter.com/4lZSoXebiD
„Mike, mal ganz ehrlich: Du wurdest mit der Leitung von Diablo betraut und hast es nicht mit dem gebührenden Respekt behandelt.“
„Diablo hatte mal Bedeutung. Diablo 2 war ein absolutes Meisterwerk und zeigte der ganzen Welt, was westliche Entwickler leisten konnten.“
In seinen weiteren Aussagen forderte Mahler mehr Verantwortungsbewusstsein von Führungskräften großer Studios.
Er kritisierte, dass sich Manager öffentlich selbst feiern würden, obwohl ein Franchise unter ihrer Leitung an Qualität verliere. Besonders die Ausrichtung von Diablo auf aggressive Monetarisierung nahm er ins Visier:
„Du hast zugestimmt, dass Diablo zu einem MTX-Spielautomaten wird, bei dem man Pferde-Rüstungen für 65 Dollar kaufen kann.“
„Sollten wir Gamer uns dafür also bedanken oder ist hier etwas ehrliche Kritik angebracht?“
Abschließend verwies Mahler auf frühere öffentliche Aussagen Ybarras und stellte klar, dass er anderen Entwicklern nun zeigen wolle, wie es seiner Ansicht nach besser gehe:
„Es ist an der Zeit, dass Führungskräfte aufhören, sich selbst zu loben, nachdem sie beliebte Franchises ruiniert haben, und stattdessen persönliche Verantwortung übernehmen.“
„Und nachdem alles gesagt und getan war, kamst du mit diesem Glanzstück daher. Also, lehn dich zurück und lass dir von anderen zeigen, wie es geht!“
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