Der Nachfolger von Cyberpunk 2077 setzt erneut konsequent auf die Ego-Perspektive. Laut CD Projekt ist das keine technische Einschränkung, sondern eine bewusste Design-Entscheidung zugunsten der Immersion.
Der Nachfolger von Cyberpunk 2077 setzt erneut konsequent auf die Ego-Perspektive. Laut CD Projekt ist das keine technische Einschränkung, sondern eine bewusste Design-Entscheidung zugunsten der Immersion.
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Während CD Projekt parallel an The Witcher 4 und dem nächsten Cyberpunk arbeitet, sickern nach und nach neue Details zum Sci-Fi-Sequel durch. Besonders ein Thema sorgt aktuell für Diskussionen: die Inszenierung der Story.
Creative Director Igor Sarzynski stellte auf BlueSky klar, dass Spieler*innen auch im Nachfolger nicht mit klassischen, cineastischen Zwischensequenzen aus der Third-Person-Perspektive rechnen sollten. Wer also auf dramatische Kamerafahrten um den eigenen Charakter hofft, wird erneut enttäuscht, allerdings aus gutem Grund.
Laut Sarzynski steht für das Entwicklerteam ein Ziel über allem: das Gefühl, durchgehend selbst in der Spielwelt zu stecken, statt sie nur zu beobachten. Jede Unterbrechung durch passive Cutscenes würde dieses Gefühl schwächen.
„Ich muss zugeben, dass es richtig angenehm wäre, Zwischensequenzen in diesem Spiel zu inszenieren, weil einfach alles unglaublich beeindruckend aussieht. Aber am Ende ist mir unsere ununterbrochene Immersion einfach wichtiger“, erklärte Sarzynski.
stumbled upon some old pics i shot during phantom liberty development ^^ gotta admit setting up cutscenes in this game would be extremely pleasant (coz everything looks mindblowingly amazing) but in the end i value our uninterrupted immersion more ✨
— igor.sarzynski (@srznsk.bsky.social) 21. Januar 2026 um 22:31
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Bereits Cyberpunk 2077 setzte fast vollständig auf Storytelling aus der Ego-Perspektive – selbst Dialoge, emotionale Schlüsselmomente und große Entscheidungen fanden ohne klassische Schnitte statt. Dieses Konzept soll auch beim unter dem Codenamen Project Orion entwickelten Nachfolger erhalten bleiben.
Neben der Immersion spielt auch der Entwicklungsaufwand eine Rolle. Ein vollwertiger Third-Person-Modus würde nicht nur neue Animationen, sondern auch komplett andere Kamera-, Missions- und Level-Designs erfordern.
Lead Quest Designer Pawel Sasko brachte es bereits früher auf den Punkt:
„Die First-Person-Perspektive ist ein zentrales Merkmal von Cyberpunk – auch in der Wahrnehmung der Spieler. Sie unterscheidet sich außerdem deutlich von The Witcher.“
Gerade dieser klare Unterschied zwischen den beiden großen Marken von CD Projekt soll offenbar weiter geschärft werden: The Witcher bleibt cineastisch und beobachtend, Cyberpunk persönlich und unmittelbar.
Noch völlig offen ist, wann der Cyberpunk-Nachfolger überhaupt erscheint. Interne Aussagen deuten darauf hin, dass ein Release erst gegen Ende des Jahrzehnts realistisch sein könnte.
Spannend: Stellenausschreibungen für das Boston-Studio von CD Projekt heizen seit Monaten Gerüchte an, wonach das Spiel erstmals Online-Funktionen erhalten könnte. Gesucht wurden unter anderem ein Lead Network Engineer sowie Entwickler*innen für Systeme, die sowohl im Einzel als auch im Mehrspielermodus funktionieren sollen.
Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht, doch sollte sich der Online-Ansatz bewahrheiten, wäre das wohl die größte strukturelle Neuerung der Reihe.
https://2playerz.de/p/cyberpunk-2077-nachfolger-cd-projekt-zieht-lehren-aus-dem-holprigen-launch
Unterm Strich bleibt festzuhalten: Der Verzicht auf Third-Person-Cutszenes ist keine Sparmaßnahme, sondern ein klares kreatives Statement. CD Projekt will, dass sich Spieler*innen nicht wie Zuschauer fühlen, sondern wie ein Teil von Night City.
Ob dieses Konzept erneut aufgeht, wird sich allerdings erst in einigen Jahren zeigen.
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