Sony gab am Donnerstag bekannt, dass Bluepoint Games geschlossen wird. Doch das Studio ist kein Einzelfall: Seit dem PS5-Start verschwanden bereits sechs PlayStation-Studios. Die Community reagiert mit deutlicher Kritik.
Sony gab am Donnerstag bekannt, dass Bluepoint Games geschlossen wird. Doch das Studio ist kein Einzelfall: Seit dem PS5-Start verschwanden bereits sechs PlayStation-Studios. Die Community reagiert mit deutlicher Kritik.
Die PlayStation-Community reagierte geschockt: Sony bestätigte, dass Bluepoint Games im März 2026 geschlossen wird. Rund 70 Mitarbeiter*innen verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz.
Besonders bitter: Erst 2021 wurde das Studio offiziell Teil der PlayStation Studios. Zum PS5-Launch lieferte Bluepoint mit Demon’s Souls ein technisches Vorzeigeprojekt für die neue Konsole.
Dass ausgerechnet dieses Studio nun verschwindet, sorgt für erhebliches Unverständnis - doch der Schritt steht exemplarisch für eine größere Entwicklung innerhalb der PS5-Ära.
https://2playerz.de/p/sony-schliesst-bluepoint-games-rund-70-jobs-betroffen
Laut einem Bericht von Tech4Gamers summieren sich die Schließungen innerhalb der PlayStation-Familie seit dem PS5-Start auf sechs.
Bereits 2021 traf es das traditionsreiche Japan Studio. Während Team Asobi überlebte, wurde der Rest des Studios - bekannt für Titel wie Gravity Rush oder Shadow of the Colossus - aufgelöst.
2023 folgte PixelOpus, das mit Concrete Genie kreative Akzente setzte.
2024 traf es gleich drei Studios:
London Studio, bekannt für SingStar, wurde im Rahmen einer Entlassungswelle geschlossen.
Firewalk Studios verschwand nach dem Flop von Concord, das nur zwei Wochen nach Launch offline ging.
Zeitgleich endete auch das Kapitel Neon Koi, ehemals Savage Game Studios, noch bevor ein eigenes Spiel erscheinen konnte.
Mit Bluepoint erreicht diese Entwicklung nun einen neuen Höhepunkt.
https://www.2playerz.de/p/sony-hat-seit-2008-rund-funfmal-so-viele-mitarbeiter-entlassen-wie-microsoft-und-keiner-redet-daruber
Konkrete Details zur Schließung nannte Sony bislang nicht. Hermen Hulst, Chef der Studio Business Group, sprach von schwierigen Marktbedingungen und einer notwendigen strategischen Neuausrichtung, um „für die Zukunft gut aufgestellt“ zu sein.
Die Entscheidung sei „nicht leicht gefallen“. Bluepoint sei „ein unglaublich talentiertes Team, dessen technisches Know-how der PlayStation-Community außergewöhnliche Erlebnisse beschert hat“.
Neben Demon’s Souls verantwortete das Studio unter anderem Uncharted: The Nathan Drake Collection, die Metal Gear Solid HD Collection sowie die God of War Collection.
Intern soll zuvor ein Multiplayer-Projekt im God of War-Universum gestrichen worden sein - ein Rückschlag, der im Kontext der gescheiterten Live-Service-Offensive steht.
https://2playerz.de/p/sony-strich-bereits-10-grosse-first-party-projekte-live-service-strategie-wackelt
Zusätzliche Unruhe entstand durch Aussagen des Leakers Detective Seeds, der auf X andeutete:
„Sollten die Gerüchte stimmen, wird Bluepoint Games dieses Jahr wohl nicht das einzige PlayStation-Studio sein, das mit schlechten Nachrichten zu kämpfen hat. Wer will, kann die Details gerne selbst veröffentlichen. Nach dem, was bei Rockstar passiert ist, werde ich jedenfalls für keine Entlassungen mehr sorgen.“
Unfortunately if rumors are true, Bluepoint Games may not be the only Playstation studio/s that we get bad news on this year. Will let others leak specifics on this if they want to, I am not getting anyone fired after what happened with Rockstar. pic.twitter.com/VQhaqVRM8k
— Detective Seeds (@DetectiveSeeds) February 20, 2026
Später ergänzte er:
„Ich habe heute nach der Ankündigung Informationen und die Namen der Studios erhalten. Nach den Entlassungen bei Rockstar wegen Leaks möchte ich aber keine Details preisgeben und jemandes Job riskieren. Falls es stimmt, werden die Leute sehr verärgert sein.“
I was given info after the announcement today and the names of studios. After the rockstar firings for leaks though, I just don’t want to put out the specifics and risk someones job. If it is true, people will be very pissed.
— Detective Seeds (@DetectiveSeeds) February 20, 2026
Auch grundsätzliche Kritik an der Führungsebene blieb nicht aus:
„Die Führungsebene ist zu 100 Prozent für die Gewinnerzielung verantwortlich, Punkt. Das Problem ist, dass man sich irgendwann mit der Führungsebene auseinandersetzen muss, anstatt mehrere gute Studios zu schließen.“
100% The leadership is responsible for making money, thats it. Problem is at some point leadership needs to be dealt with rather than closer multiple good studios.
— Detective Seeds (@DetectiveSeeds) February 20, 2026
Allerdings: Verlässliche Insider wie Tom Henderson oder Jason Schreier griffen diese Gerüchte bislang nicht auf und Detective Seeds ist bekanntlich nicht der treffsicherste Insider.
Auf Reddit dominieren Frust und Unverständnis. Besonders häufig wird argumentiert, Bluepoint hätte stattdessen weiter Remakes entwickeln sollen - etwa zu Bloodborne.
BREAKING: PlayStation is shutting down Bluepoint Games, the studio responsible for modern remakes of classic games such as Demon's Souls and Shadow of the Colossus, Bloomberg News has learned.
by u/Turbostrider27 in PS5
Ein Spieler kommentierte:
„Bluepoint hätte, angesichts dessen, was sie mit Demon’s Souls als Launchtitel geleistet haben, jedes Jahr Remaster von PS2- und PS3-First-Party-Titeln veröffentlichen können. Was für eine Verschwendung“
Ein anderer schrieb:
„Sie haben all das Geld für Bungie und Concord verschwendet, während ein Studio, das tatsächlich lohnenswerte Inhalte für Sony produziert hat und nicht maßlos aufgebläht ist, geschlossen wird. Das ist eine unglaublich kurzsichtige Entscheidung der Sony-Manager“
Zur Live-Service-Strategie hieß es weiter:
„Ihr hattet nur einen einzigen Live-Service-Hit. Aber selbst der basierte auf einer PS3-IP, die vor dem großen Erfolg des Nachfolgers eher ein Nischenprodukt war. Alle eure anderen Live-Service-Projekte scheiterten entweder vor oder kurz nach der Veröffentlichung.“
Und ergänzend:
„Und selbst als ihr das Studio Bungie gekauft habt, das eines eurer erfolgreichsten Spiele entwickelte, wäre es beinahe pleitegegangen, noch bevor der Vertrag unterschrieben war“
Kurz nach der Schließung meldete sich Entwickler Maxim Foulquier. Sein Top-Down-Fanprojekt zu Bloodborne wurde per Unterlassungserklärung gestoppt.
Vor der offiziellen Bestätigung spekulierte er noch:
„Vielleicht liegt es daran, dass tatsächlich ein echtes Bloodborne-Remake in Entwicklung ist, das von Bluepoint für den PS6-Launch produziert wird?“
Nach dem Aus reagierte er deutlich:
„Ein so talentiertes Studio zu schließen, obwohl ihr nicht mal ein Bloodborne-Remake entwickelt, und dann auch noch Unterlassungserklärungen an kleine Fanprojekte verschickt? Ist das euer Ernst?“
With the closure of Bluepoint Studio, now feels like the right time to share something.
— Maxime Foulquier (@MaximFoulquier) February 19, 2026
Sony sent me a cease and desist letter regarding my second Bloodborne remake project that I posted about in November 2024.
I was incredibly excited about this project and worked on it a lot… pic.twitter.com/E1U12fxaWK
Rechtlich ist die Lage klar: Die Marke gehört Sony. Ob die IP künftig dennoch eine Rolle spielen wird, bleibt offen.
So sollte sein Projekt aussehen:
HUNTERS! I haven't touched Bloodborne Remake for a year for 50 reasons (too big, too risky to finally be C&D).
— Maxime Foulquier (@MaximFoulquier) November 5, 2024
But last week I decided to start a new project from scratch, Bloodborne Top Down Arena
Maybe you won't like it, but I'm enjoying developing it and playing it 😂 pic.twitter.com/OPont0sS45
Die PS5-Generation ist bislang von strategischen Kurswechseln, Live-Service-Ambitionen und nun einer Serie von Studioschließungen geprägt.
Mit Bluepoint verschwindet ein Studio, das über Jahre hinweg als Garant für hochwertige Neuauflagen galt - und das weckt Zweifel an der langfristigen Ausrichtung der PlayStation Studios.
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