Nach seinem überraschenden Rücktritt spricht Pete Hines offen über die wahren Gründe: Microsofts Einfluss, interne Veränderungen und mentale Belastung. Seine Aussagen zeichnen ein deutlich kritisches Bild der Entwicklung bei Bethesda.
Nach seinem überraschenden Rücktritt spricht Pete Hines offen über die wahren Gründe: Microsofts Einfluss, interne Veränderungen und mentale Belastung. Seine Aussagen zeichnen ein deutlich kritisches Bild der Entwicklung bei Bethesda.
Über zwei Jahrzehnte hinweg war Pete Hines eine der prägendsten Figuren hinter Bethesda. Als PR-Chef begleitete er große Erfolge wie The Elder Scrolls V: Skyrim oder Fallout 4 und wurde für viele Fans zum direkten Draht ins Studio.
Sein Rücktritt im Oktober 2023 kam daher für viele überraschend - insbesondere, da er kurz nach dem Release von Starfield erfolgte. Offiziell war von Ruhestand die Rede, doch nun zeigt sich: Hinter den Kulissen sah es offenbar ganz anders aus.
Im Rahmen der Firezide-Chat-Serie sprach Hines offen darüber, dass die Übernahme durch Microsoft im Jahr 2021 ein entscheidender Wendepunkt gewesen sei.
„Ich blieb dort, weil dieser Ort mich immer noch brauchte.“
„Ich erreichte einfach einen Punkt, an dem mir klar wurde: Ja, er braucht mich, aber ich bin machtlos, das zu tun, was meiner Meinung nach getan werden muss.“
Seiner Aussage nach habe er zunehmend das Gefühl verloren, Einfluss auf die Entwicklung und Kultur des Unternehmens zu haben - etwas, das ihn letztlich zu seinem Entschluss brachte.
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Besonders deutlich wurde Hines, als er über die Veränderungen innerhalb des Studios sprach.
„Als ich es nicht mehr schützen konnte und sah, wie es beschädigt, auseinandergebrochen und […] misshandelt wurde, sagte ich mir: Ich werde nicht hier sitzen und dabei zusehen.“
Noch schärfer fällt seine Einschätzung der aktuellen Situation aus:
„Unter Microsoft ist Bethesda Game Studios nicht authentisch und nicht echt.“
Damit stellt er offen infrage, ob das Studio noch die Identität besitzt, die es einst auszeichnete.
Pete Hines left Bethesda because the company was being "broken and destroyed" under Microsoft's leadership.
by u/Just_a_Player2 in ItsAllAboutGames
Neben den strukturellen Veränderungen spielte auch seine persönliche Situation eine zentrale Rolle.
Laut Hines wusste selbst Todd Howard lange als einer der wenigen von seinen Rücktrittsplänen. Doch durch die schwierige Entwicklung von Starfield habe sich sein Abschied hinausgezögert.
„Ich denke, ich habe alles getan, was ich tun konnte.“
„Ab einem gewissen Punkt war meine psychische Gesundheit […] so erbärmlich, dass ich einfach sagte: Ich kann nicht mehr.“
Diese Aussagen zeigen deutlich, wie stark ihn die Situation belastet hat.
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Nach seinem Ausstieg zog sich Hines weitgehend zurück und konzentriert sich auf seinen Ruhestand. Ganz verschwunden ist er jedoch nicht:
Er bleibt der Branche als Berater erhalten und engagiert sich unter anderem für Menschen, die mit Burnout und psychischen Belastungen zu kämpfen haben - ein Thema, das für ihn offensichtlich eine sehr persönliche Bedeutung bekommen hat.
Der Blick hinter die Kulissen wirft ein kritisches Licht auf die Entwicklungen bei Bethesda und zeigt einmal mehr, wie stark große Übernahmen die Kultur eines Studios verändern können.
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