Nach Jahren zahlreicher PC-Ports von PlayStation-Hits wie God of War oder Marvel’s Spider-Man mehren sich Zweifel an Sonys Strategie. Insider wie Jason Schreier und Experten von Digital Foundry sehen Anzeichen für einen Kurswechsel.
Nach Jahren zahlreicher PC-Ports von PlayStation-Hits wie God of War oder Marvel’s Spider-Man mehren sich Zweifel an Sonys Strategie. Insider wie Jason Schreier und Experten von Digital Foundry sehen Anzeichen für einen Kurswechsel.
Seit der PC-Veröffentlichung von Horizon Zero Dawn im Jahr 2020 verfolgte Sony eine vergleichsweise offene Strategie. Ehemals reine PlayStation-Exklusivtitel erschienen nachträglich auf Plattformen wie Steam oder im Epic Games Store. Marken wie God of War, Marvel’s Spider-Man oder The Last of Us sollten so ein deutlich größeres Publikum erreichen.
Die Initiative galt lange als Signal: Sony öffnet sich dem PC-Markt, ohne die eigene Konsole aufzugeben. Doch inzwischen verdichten sich Hinweise, dass diese Phase möglicherweise ihren Zenit überschritten hat - zumindest, wenn man aktuellen Stimmen aus der Branche Glauben schenkt.
Im Podcast Triple Click äußerte sich der renommierte Bloomberg-Journalist Jason Schreier kritisch zur weiteren Entwicklung. Seiner Einschätzung nach könnte Sony künftig klarer zwischen Live-Service-Titeln und klassischen Einzelspieler-Erlebnissen unterscheiden.
„Ich denke, für sie ist die Strategie so: Live-Service-Spiele kommen auf den PC“, erklärte Schreier.
„Aber ich habe das Gefühl, dass sie sich davon zurückziehen, ihre exklusiven Konsolen-Inhalte - also die traditionellen Singleplayer-Sachen - auf den PC zu bringen.“
Als Beispiel führte er Marvel’s Wolverine an, das am 15. September erscheinen soll. Während viele Spielerinnen und Spieler von einer späteren PC-Version ausgehen, zeigte sich Schreier zurückhaltend:
„Es würde mich nicht überraschen, wenn es niemals für den PC erscheint. Aber selbst wenn doch, vermitteln sie eine klare Vorstellung davon, dass man eine PlayStation braucht, um es zu spielen - zumindest auf unbestimmte Zeit.“
Zudem stellte er infrage, ob die PC-Offensive wirtschaftlich die erhofften Ergebnisse erzielt habe:
„Ich glaube nicht, dass es von vornherein so erfolgreich war. Es ist gut möglich, dass sie diesen Geist wieder zurück in die Flasche befördern.“
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Auch die Technikexperten von Digital Foundry äußerten im DF Direct-Podcast Bedenken. John Linnemann und Alex Battaglia nahmen insbesondere die Qualität jüngerer PC-Portierungen unter die Lupe - mit ernüchterndem Fazit.
Battaglia beschrieb den PC-Launch von Marvel’s Spider-Man 2 als in einem „nicht versandfähigen Zustand“. Solche Probleme könnten laut Beobachtern ein Indiz dafür sein, dass interne Prioritäten neu gesetzt wurden.
Linnemann teilt die Skepsis hinsichtlich der strategischen Ausrichtung: „Ich habe tatsächlich die Vorahnung, dass sie sich vom PC eher zurückziehen“, sagte er.
„Ich bekomme das Gefühl, dass der PC unter der aktuellen Führung an Bedeutung verloren hat. Man könnte argumentieren, dass das einzig Positive an der Jim-Ryan-Ära dieser Wechsel zum PC war. Aber ich bin nicht zuversichtlich, dass sie eine große Vision für den PC in der Zukunft haben.“
https://2playerz.de/p/sony-andert-wohl-playstation-pc-strategie-steam-machine-xbox-next-der-grund
Mit Death Stranding 2 steht am 19. März zwar die nächste PC-Veröffentlichung eines bisher PS5-exklusiven Titels an. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine klassische First-Party-Produktion der PlayStation Studios, da Kojima Productions als eigenständiges Studio agiert. Der PC-Port entsteht wiederum bei Nixxes Software, das inzwischen zu Sony gehört.
Gerade dieser Sonderfall wirft Fragen auf: Wird Sony künftig vor allem als Publisher für Partner auftreten, während interne Prestigeprojekte von Studios wie Insomniac Games oder Naughty Dog langfristig auf der PlayStation verbleiben?
Noch ist nichts offiziell bestätigt. Doch die aktuellen Aussagen deuten darauf hin, dass sich der Kurs verändern könnte - weg von der breiten PC-Offensive, hin zu einer stärkeren Fokussierung auf das eigene Ökosystem.
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