Die Abschaltung von The Crew hat massive Folgen: Eine Verbraucherorganisation verklagt Ubisoft, während eine EU-Initiative Millionen Unterstützer sammelt. Es geht um eine zentrale Frage der Gaming-Zukunft: Gehören euch gekaufte Spiele wirklich?
Die Abschaltung von The Crew hat massive Folgen: Eine Verbraucherorganisation verklagt Ubisoft, während eine EU-Initiative Millionen Unterstützer sammelt. Es geht um eine zentrale Frage der Gaming-Zukunft: Gehören euch gekaufte Spiele wirklich?
Die Abschaltung von The Crew hat erneut ein Thema ins Rampenlicht gerückt, das viele Spieler*innen lange verdrängt haben: Was passiert eigentlich mit gekauften Spielen, wenn die Server abgeschaltet werden?
Wie Reuters berichtet, setzt genau hier die Klage des französischen Verbraucherverbandes an. Die Organisation wirft Ubisoft vor, Käufer*innen über die tatsächliche Nutzbarkeit des Spiels getäuscht zu haben. Schließlich wurde der Titel nach Jahren vollständig unspielbar - selbst für diejenigen, die ihn regulär erworben hatten.
Der Kern des Problems: Laut Publisher haben Spieler*innen nie den vollständigen Besitz des Spiels erworben, sondern lediglich ein Nutzungsrecht. Eine Argumentation, die nun juristisch auf den Prüfstand gestellt wird.
Ursprünglich erschien The Crew im Jahr 2014 und war stark auf eine permanente Online-Verbindung angewiesen. Ende 2023 verschwand der Titel aus den Stores, bevor am 31. März 2024 schließlich die Server endgültig abgeschaltet wurden.
Seitdem ist das Spiel - inklusive aller DLCs - komplett unbrauchbar.
Für viele Spieler*innen fühlt sich das wie ein nachträglicher Entzug eines gekauften Produkts an. Genau diesen Punkt greift die Klage auf und stellt die grundlegende Frage, ob ein Publisher ein bezahltes Spiel einfach „abschalten“ darf.
https://2playerz.de/p/the-crew-2-bleibt-stop-killing-games-feiert-wichtigen-etappensieg
Unterstützung erhält die Klage von der Initiative Stop Killing Games, die sich für den Erhalt digitaler Spiele einsetzt.
Die Bewegung hat bereits über 1,3 Millionen Unterschriften gesammelt - genug, um eine Prüfung durch die EU-Kommission auszulösen. Ziel ist es, klare Regeln zu schaffen, die verhindern, dass Spiele nachträglich unspielbar werden.
Zusätzlich ist eine Anhörung im EU-Parlament geplant, bei der Vertreter der Initiative ihre Forderungen präsentieren wollen.
https://2playerz.de/p/stop-killing-games-erreicht-fast-13-millionen-verifizierte-unterschriften-eu-debatte-moglich
Noch hat sich Ubisoft nicht öffentlich zur Klage geäußert. Doch schon jetzt ist klar: Der Ausgang dieses Falls könnte weitreichende Folgen haben.
Sollte das Gericht zugunsten der Verbraucher*innen entscheiden, könnte dies die Art und Weise verändern, wie digitale Spiele künftig verkauft und betrieben werden. Themen wie Offline-Modi, dauerhafte Zugänglichkeit oder alternative Serverlösungen könnten stärker in den Fokus rücken.
Eines ist sicher: Die Debatte rund um digitale Besitzrechte hat gerade erst begonnen und betrifft längst nicht mehr nur ein einzelnes Spiel.
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