Die Krise bei Nacon eskaliert: Nach der Insolvenz des Publishers geraten auch mehrere bekannte Studios ins Wanken. Eine französische Gewerkschaft macht nun gravierende Managementfehler für die Entwicklung verantwortlich.
Die Krise bei Nacon eskaliert: Nach der Insolvenz des Publishers geraten auch mehrere bekannte Studios ins Wanken. Eine französische Gewerkschaft macht nun gravierende Managementfehler für die Entwicklung verantwortlich.
Nach den finanziellen Problemen von Bigben Interactive hat es nun auch den Publisher Nacon selbst getroffen. Das Unternehmen bestätigte offiziell, seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können.
Kurz darauf folgte die nächste Hiobsbotschaft: Auch mehrere Tochterstudios sind betroffen.
https://2playerz.de/p/nacon-in-der-krise-insolvenz-zieht-studios-mit-in-den-strudel
Besonders deutlich fällt die Kritik der französischen Gewerkschaft Syndicat des Travailleureuses du Jeu Vidéo aus. Diese macht die Führungsebene von Nacon direkt für die aktuelle Situation verantwortlich.
„Ihre Verachtung für die Spieleproduktion und ihre Inkompetenz haben Studios, die bis zu ihrer Übernahme rentabel waren, aktiv sabotiert und Projekte mit hohem Potenzial gefährdet“
Der Vorwurf wiegt schwer: Laut Gewerkschaft seien ehemals profitable Studios durch strategische Fehlentscheidungen gezielt geschwächt worden.
Nach Angaben der Gewerkschaft führten jahrelange Managementfehler dazu, dass wichtige Modernisierungen ausblieben. Gleichzeitig seien finanzielle Rücklagen der Studios genutzt worden, ohne nachhaltige Lösungen zu schaffen.
„Behelfsmäßige Notlösungen wie der totale Einstellungsstopp und das Aussetzen von Gehaltserhöhungen seit über einem Jahr oder ‚Wundermittel‘ wie KI, die Nacon seinen Studios schrittweise aufzwingt, ohne überhaupt zu wissen, wofür, werden kein Geld sparen und die Unternehmensbilanz nicht sanieren“
Auch strukturelle Entscheidungen stehen in der Kritik - insbesondere die Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen und Personalentwicklung:
„Die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in den letzten Jahren und die Gründung neuer Studios mit dem kaum verhohlenen Ziel, bestehende zu sabotieren, waren ohnehin nur komplizierte Wege zum Personalabbau - und sie haben die Lage nur noch verschlimmert.“
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Die Folgen der Insolvenz könnten weitreichend sein. Berichten zufolge sind rund 320 Mitarbeitende betroffen, deren Zukunft aktuell ungewiss ist.
Die Gewerkschaft fordert daher umfassende Maßnahmen - darunter personelle Konsequenzen in der Führungsetage, bessere Arbeitsbedingungen sowie modernisierte Entwicklungsprozesse. Zudem müsse eine klare kreative Ausrichtung geschaffen werden, um den Studios wieder Perspektiven zu geben.
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Aktuell liegt die Kontrolle über Nacon und die betroffenen Studios bei einem Insolvenzverwalter. Dieser entscheidet über mögliche Restrukturierungen, Verkäufe oder andere Maßnahmen zur Stabilisierung.
Ob und in welcher Form die Studios fortgeführt werden können, ist derzeit noch unklar. Sicher ist jedoch: Die Krise hat tiefe Spuren hinterlassen und stellt die Zukunft mehrerer Entwicklerteams infrage.
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