Ein Ex-Entwickler von Wildlight berichtet, wie Highguard nach dem Trailer bei den Game Awards 2025 Ziel von Shitstorm, Fehlannahmen und Review-Bombing wurde, mit schweren Folgen für das Indie-Team.
Ein Ex-Entwickler von Wildlight berichtet, wie Highguard nach dem Trailer bei den Game Awards 2025 Ziel von Shitstorm, Fehlannahmen und Review-Bombing wurde, mit schweren Folgen für das Indie-Team.
Nach dem Auftritt bei den Game Awards wurde Highguard plötzlich zum Lieblingsziel des Internets, und das nicht im positiven Sinne. Was intern als Hoffnungsschimmer für ein ambitioniertes Indie-Projekt galt, verwandelte sich binnen kürzester Zeit in eine Lawine aus Spott, Fehlannahmen und Review-Bombing. Ein ehemaliger Entwickler von Wildlight schildert nun offen, wie brutal der Stimmungsumschwung das Team getroffen hat.
Der frühere Technical Artist Josh Sobel beschreibt in einem ausführlichen Beitrag, wie sich die Wahrnehmung von Highguard nach dem Trailer-Debüt bei den The Game Awards 2025 schlagartig drehte.
Vor der großen Bühne sei die Stimmung im Team überwiegend positiv gewesen. Interne Tests und spielbare Builds hätten Hoffnung gemacht, endlich als unabhängiges Studio wirtschaftlich Fuß zu fassen. Der Trailer sollte eigentlich der große Push nach vorn werden – stattdessen markierte er den Startschuss für massiven Gegenwind.
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Mit der Veröffentlichung des Trailers kippte die öffentliche Wahrnehmung abrupt. Laut Sobel setzten viele Content-Creator sofort auf negative Takes, weil diese schlicht mehr Klicks und Reichweite brachten. Kritik am Spiel wurde schnell zum Meme-Material, und Highguard zum beliebten Ziel für Spott.
Was als Diskussion über Präsentation und Marketing begann, entwickelte sich in kurzer Zeit zu einer Dynamik, die kaum noch zu kontrollieren war. Die Tonlage wurde härter, die Vorwürfe lauter, und das Projekt bekam einen Stempel aufgedrückt, bevor es überhaupt fair bewertet werden konnte.
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Besonders bitter: Der Hass traf nicht nur das Spiel, sondern auch einzelne Entwickler persönlich. Sobel berichtet, dass er nach der Umstellung seines Accounts auf privat noch stärker ins Visier geraten sei. Weitere Videos und Posts machten ihn gezielt zur Zielscheibe, begleitet von massenhaft wütenden Kommentaren.
Zum Launch folgte dann das nächste Problem: tausende negative Nutzerwertungen, oft von Accounts mit kaum Spielzeit. Viele hätten nicht einmal das Tutorial abgeschlossen, bevor sie ihre Bewertungen abgaben. Parallel kursierten falsche Annahmen über angeblich hohe Werbebudgets, die den Frust weiter anheizten.
Sobel betont, dass es durchaus berechtigte, konstruktive Kritik an Trailer, Marketing und Launch gegeben habe. In diese Debatte wolle er sich gar nicht einmischen. Das eigentliche Problem sei die Wucht der öffentlichen Wahrnehmung gewesen, die dem Projekt früh geschadet und seine Chancen massiv geschmälert habe.
Der frühe Shitstorm habe Highguard in eine defensive Position gedrängt, aus der sich ein kleines Indie-Team kaum noch befreien könne, egal wie viel Herzblut im Spiel stecke.
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Langfristig sieht Sobel hier ein größeres Problem für die Branche. Entwickler, die bewusst auf große Publisher verzichten, würden durch solche Erfahrungen abgeschreckt. Gerade Innovation im Multiplayer-Bereich stehe unter Druck, wenn jedes Risiko sofort mit öffentlichem Spott „bestraft“ werde.
Trotz des bitteren Verlaufs blickt Sobel wertschätzend auf seine Zeit bei Wildlight zurück. Er hofft, dass das verbleibende Team Highguard weiterführen kann, und verweist auf die Community-Mitglieder, die das Projekt weiterhin unterstützen.
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