Ex-Bethesda-Designer Bruce Nesmith erklärt, warum The Elder Scrolls 6 die Ereignisse aus Skyrim, insbesondere den Bürgerkrieg, vermutlich bewusst offenlassen wird, um die erzählerische Freiheit der Serie zu bewahren.
Ex-Bethesda-Designer Bruce Nesmith erklärt, warum The Elder Scrolls 6 die Ereignisse aus Skyrim, insbesondere den Bürgerkrieg, vermutlich bewusst offenlassen wird, um die erzählerische Freiheit der Serie zu bewahren.
In Skyrim konnten Spielerinnen und Spieler mit ihren Entscheidungen massiv in die Welt eingreifen - besonders durch die Hauptquest und den Bürgerkrieg zwischen der Kaiserlichen Legion und den Sturmmänteln.
Diese Wahl hatte spürbare Auswirkungen auf Himmelsrand selbst, wirft aber bis heute die Frage auf, wie Bethesda mit diesen Konsequenzen in The Elder Scrolls 6 umgehen wird.
Offiziell ist dazu bislang nichts bekannt. Auch der Schauplatz des neuen Serienteils wurde noch nicht bestätigt, was zusätzliche Unsicherheit darüber schafft, wie relevant Skyrims Ereignisse überhaupt noch sein werden.
In einem Interview mit Press Box PR äußerte sich Bruce Nesmith, ehemaliger Design-Director bei Bethesda und Lead Designer von Skyrim, zu dieser Problematik. Zwar verließ er das Studio bereits 2021, doch seine Einschätzung basiert auf jahrelanger Erfahrung mit der Serie.
„Ich weiß es nicht, aber wenn ich raten müsste - und das ist wirklich nur eine Vermutung - würde ich sagen, dass sie es undefiniert lassen oder dass am Ende keine der beiden Seiten wirklich gewonnen hat“, so Nesmith.
Er erklärt diesen Ansatz mit einem internen Entwicklungsprinzip, das er „put your toys away“ (grob übersetzt: „Räum dein Spielzeug weg") nennt.
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Dieses Prinzip bedeute, dass bestimmte Story-Elemente nach Abschluss wieder in einen neutralen Zustand zurückgeführt werden sollten.
„Für bestimmte Ebenen einer Geschichte möchte man die Dinge wieder so zurücksetzen, wie sie vorher waren, damit man keine allzu weitreichenden Veränderungen vornimmt“, erklärt Nesmith.
Solche massiven Umbrüche sollten seiner Meinung nach nur den ganz großen, übergreifenden Geschichten vorbehalten sein. Kleinere Fraktions- oder Nebenquests müssten so gestaltet sein, dass sie zukünftige Entwickler nicht einschränken.
„Wenn ich zum Beispiel eine Diebesgilden-Storyline mache, möchte ich meine Spielsachen wieder einräumen. Ich will sicherstellen, dass der nächste Entwickler, der eine Diebesgilden-Story erzählt, nicht stark durch meine Arbeit eingeschränkt wird.“
Für den Bürgerkrieg in Skyrim hält Nesmith daher eine bewusste Unschärfe für wahrscheinlich.
„Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass sie entweder gar nicht darauf eingehen oder sagen, dass es einen Bürgerkrieg gab, der aber nie wirklich zu einem endgültigen Abschluss kam - vielleicht eine Art Waffenstillstand. Aber das ist nur meine Vermutung.“
Diese Herangehensweise würde es Bethesda ermöglichen, die Welt von Tamriel flexibel zu halten, ohne sich auf ein „kanonisches“ Ende festlegen zu müssen.
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Unabhängig davon könnte The Elder Scrolls 6 auch schlicht in einer Region spielen, in der der Bürgerkrieg kaum eine Rolle spielt. Gerüchte deuten auf Hammerfell hin, während Nesmith selbst auch Hochfels als geeigneten Schauplatz bezeichnet.
„Man hat in Tamriel eigentlich kein Gebiet, das nicht reich an erzählerischem Potenzial ist“, so der Entwickler.
Ein weiter entfernter Schauplatz würde es erlauben, die Ereignisse von Skyrim nur am Rande oder gar nicht zu thematisieren.
Fast 15 Jahre nach dem Release von Skyrim bleibt The Elder Scrolls 6 weiterhin eines der geheimnisvollsten Großprojekte der Branche. Ob Bethesda 2026 endlich den Vorhang lüftet, bleibt abzuwarten.
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